Mi, 02.07.2025 | 19:00 Uhr | verschiedene U-Bahnstationen und Hauptwache
Raumbespielung #6 – F.I.M. underground
Die 6. Raumbespielung hat das Thema „FFM underground“, d.h. wir bespielen mit 11 Musiker*innen 11 Orte in verschiedenen U-Bahnstationen der Innenstadt. Nach 30-minütiger Improvisation der Musiker*innen an den Orten, findet die Abschluss-Improvisation diesmal in Kooperation mit dem MOMEM (Museum Of Modern Electronic Music) am Plaza Hauptwache (Treppenabgänge, Außenbereich) statt. Hier werden die Musiker:innen in Interaktion mit DJ und Tänzer*innen den Ort bespielen und interagieren.
- 19:00 Beginn der Aktion: 30-minütige freie Improvisation der 11 Musiker*innen an 11 Orten in U-Bahnstationen der Frankfurter Innenstadt
- 19:30 Ortswechsel der Musiker:innen zum MOMEM – Plaza Hauptwache
- 20:00 Beginn Abschluss-Improvisation aller teilnehmenden Musiker:innen in Interaktion mit DJ und improvisiertem Tanz am MOMEM
- 21:00 Ende der Aktion

Eintritt frei – Die Aktion findet bei jedem Wetter statt!

Veranstaltung teilen:
Künstler:innen – Instrumente – Spielorte (U-Bahnstationen)
Beginn 19:00:
- Ulrike Schwarz – Saxophon, Querflöte – Bockenheimer Warte
- Felicitas Baumann – Stimme – Willy-Brandt-Platz
- Matthias Hoch – Bass – Westend
- Jürgen Werner – Querflöte, Bansuri – Eschenheimer Tor
- Philipp Wildenhues – Schlagzeug – Hauptwache/MOMEM
- Khadim Seck – Percussion, Flöte – Konstablerwache B-Ebene
- Frederich Helbing – Gitarre – Hauptwache B-Ebene
- Martin Lejeune – Gitarre – Konstablerwache B-Ebene
- Savas Bayrak – Saxophon – Miquel-/Adickesallee
- Daniel Guggenheim – Saxophon – Zoo
- Dennis Sekretarev – Trompete – Alte Oper
Beginn 20:00:
- Matthias Vogt – DJ, Elektronik – MOMEM, Hauptwache
- Katharina Wiedenhofer – Tanz – MOMEM, Hauptwache
- Sonia Lautenbacher – Tanz – MOMEM, Hauptwache
- Julia Alsdorf – Tanz – MOMEM, Hauptwache
Ulrike Schwarz ist als Saxophonistin und Flötistin in der Frankfurter Improvisationsszene zuhause. Sie spielt jazzaffine improvisierte Musik und Eigenkompositionen, unter anderem mit Uwe Oberg (p), Carl Ludwig Hübsch (tuba) und Mariá Portugal (dr). Mit dem Trio USU Sauer|Schwarz|Schiffelholz ist sie seit 2018 im Rhein-Main-Gebiet präsent. In interdisziplinären Projekten ist sie auch als Performerin auf der Bühne, so unter anderem im Fluxus-Projekt mit dem art.ist-Kollektiv Wiesbaden, als Mitglied des Performance-Kollektivs PingPengPerformances und als Musikerin in Lea Waldes Stück „TOUCH“ in den Landungsbrücken Frankfurt. Neben ihrer Arbeit als Musikerin ist sie in Jazzvermittlung und Forschung aktiv. Ulrike Schwarz lehrt an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt u.a. freie Improvisation, Grundlagen der Jazzvermittlung im Masterstudiengang Bigband und Jazz mit Kindern. In ihrem gemeinsam mit Corinna Danzer entwickelten Kinder-Jazz-Format Jump into Jazz stand sie kürzlich als Moderatorin auf der Bühne im hr Sendesaal. Für das Jazzfest Berlin war sie an Konzeption und Durchführung des ImproCamps für Kids 2023 beteiligt. Ulrike Schwarz forscht zu ästhetischen Kriterien für improvisierte Musik bei Kindern und präsentiert ihre Ergebnisse u.a. im Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik und bei der Jazz Education Network Conference in Atlanta, USA.
Felicitas Baumann ist eine in Frankfurt am Main geborene Sopranistin, die schon als Kind täglich mit der Stimme improvisierte. Ensemble-Erfahrungen sammelte sie in verschiedenen Chören, u.a. dem Landesjugendchor Hessen. Mit 16 Jahren erhielt sie ersten Gesangsunterricht bei Sophie Wenzel. Nach dem Abitur absolvierte sie die einjährige A-Chorleiterausbildung des hessischen Sängerbundes. 2018 begann sie an der Wiesbadener Musikakademie ihr Studium in elementarer Musikpädagogik mit Zweitfach Gesang, welches sie 2022 mit einem Bachelor of Music mit besonderer Auszeichnung abschloss. Zurzeit studiert sie bei Stefanie Schaefer Gesangspädagogik am Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt. Sie ist eine gefragte solistische Sängerin und Sopranistin im Quartett „AnimA“, welches seit 2024 vom Verein „Live Music Now Frankfurt“ gefördert wird. Zudem ist sie Performerin und Musikerin in dem zeitgenössischen Improvisationsensemble „IDA FLUX“ und Musikerin in der progressive chambermusic Band „Stygium“.

Matthias Hoch studierte Philosophie, Soziologie und Mathematik, ist seit 2005 freischaffender Musiker und spielte E- und Kontrabass in zahlreichen Bands und Formationen von Rock über Progressive-Metal bis hin zu New-Jazz, Funk und Neo-Soul. Derzeit spielt er für DNS-Jazz mit Dennis Sekretarev, das Ramatou Orchestra, produziert Video-Spiel und Film-Musik und arbeitet als Studio- und Livetontechniker.

Jürgen Werner
Philipp Wildenhues: Aufgewachsen in einem, von der Klassik geprägten Musikhaushalt, gelang er über jahrelange musikalische Erfahrung in Form von Livekonzerten und Studioproduktionen in einer Punkrockband zum Studium für Jazz und Popularmusik. Die dort erlernten Fähigkeiten entfachten seine Leidenschaft zur improvisierten Musik. Als Schlagzeuger Komponist und Arrangeur wirkte er in diversen nationalen und internationalen Projekten mit und spielte Konzerttouren in Europa und Indien.
Khadim Seck stammt aus einer senegalesischen Musikerfamilie, durch die er die westafrikanische Musik und ihre Instrumente wie Flute Peul, Ngoni und vielfältige Percussioninstrumente erlernte. Heute spielt er neben den traditionellen Rhythmen und dem weit über den Senegal hinaus populären Mbalax auch Jazz, Pop und transkulturelle Projekte.

Frederich Helbing ist ein genreübergreifender Gitarrist mit Sitz in Frankfurt am Main. Als vielseitiger Musiker bewegt er sich zwischen verschiedenen Stilrichtungen und bringt seine Kreativität sowohl auf der Bühne als auch in seinen Kompositionen zum Ausdruck. Neben seiner Tätigkeit als Live-Gitarrist (Ramatou Orchestra, Klangtreu) veranstaltet er regelmäßige Jamsessions und fördert damit den musikalischen Austausch in der Frankfurter Szene.
Martin Lejeune studierte Jazzgitarre an der Hochschule der Künste in Amsterdam. 1994 kam er nach Frankfurt, wo er als freischaffender Gitarrist, Komponist und Arrangeur tätig ist. Zudem ist er Lehrbeauftragter der Jazzabteilung der Hochschule für Musik in Mainz und Peter-Cornelius Konservatorium der Stadt Mainz. Auftragskompositionen im Bereich der angewandten Musik entstanden unter anderem für Film (Josef Aichholzer Produktion Wien, Barbara Trottnow), Tanz (National Ballett Mannheim, Extraordinary machine, Mousonturm Frankfurt, La_Trottier Dance Collective, Co.Lab.Tanztheater) und Hörstück (Hessischer- und Bayerischer Rundfunk). Vor allem komponierte er für die Bühne: Wuppertaler Bühnen, Theater Freiburg, Kosmos Theater Wien, Theater Basel, Theaterhaus Frankfurt, Ensemble 9. November, Die Fliegende Volksbühne, Stalburg-Theater Frankfurt und Theater Willy Praml. Als Gitarrist arbeitete er unter anderem mit der HR Bigband, dem HR Sinfonie Orchester, dem Mahler Chamber Orchestra, dem National Ballett Mannheim, der Neuen Philharmonie Frankfurt, am Schauspiel Frankfurt, am Staatstheater Mainz, bei den Luisenburg-Festspielen Wunsiedel, mit Alfred Harth, John Tchicai, Phill Niblock, Corinna Danzer, Bob Degen, Emil Mangelsdorff, le jeune matin, dem European Groove Orchestra, den Soul Jazz Dynamiters, und No Lega. Neben anderen Auszeichnungen erhielt er 2003 das Arbeitsstipendium Jazz der Stadt Frankfurt.
Savas Bayrak studierte an der Franfurter Musik Werkstatt (FMW) Jazz und Popularmusik. Aktuelle Projekte im Quartett mit https://parlelaba.com (Modernjazz), https://www.the-groove-merchants.de (Swing), https://chatolabay.onuniverse.com (Duo Experimental).
Er unterrichtet Ensembles und Einzelne an FMW, Bandschmiede und Waggong.
Daniel Guggengeim: Bevor ich der Musik von John Coltrane begegnet bin habe ich nie gedacht, dass Musik meinen ganzen Lebenslauf so stark bestimmen wird.
Dennis Sekretarev
Matthias Vogt: Ein studierter Jazz-Pianist nutzt seine eklektische musikalische Bandbreite, um als DJ ein ganz eigenes Hörerlebnis zu schaffen. Der Weg von Matthias Vogt ist gelinde gesagt unkonventionell. Seine frühen Einflüsse kamen aus der Kirche, der Schul-Bigband, dem Pop und dann auch aus dem Frankfurter Techno-Underground, so dass seine Musik ein klanglicher Schmelztiegel wurde. Im Laufe seiner Karriere hat Vogt Dutzende von Alben unter verschiedenen Projektnamen veröffentlicht, darunter Motorcitysoul und [re:jazz]. Die musikalische Arbeit unter eigenem Namen ist aber schließlich der Ort, an dem sich seine Leidenschaft für elektronische Musik, Clubkultur und Deep Listening vermischen. Vogt stammt aus einer musikalischen Familie. Sein Vater, ein Musiklehrer, brachte Matthias Klavier bei, als er gerade laufen lernte. Ab seinem sechsten Lebensjahr erhielt er eine klassische Klavierausbildung an der Musikschule Rüsselsheim. Als Teenager besuchte Vogt drei Jahre lang das Kirchenmusikalische Institut in Mainz und lernte in dieser Zeit, in einer Schul-Bigband auch Jazz und Improvisation kennen, spielte in diversen Bands. Dann wurde er 18 und entdeckte den Frankfurter Untergrund. Bald verbrachte er seine Wochenenden in den Clubs der Stadt wie Omen oder Dorian Gray, und die Freiheit und die Möglichkeiten der elektronischen Musik sickerten in seine Kreativität. Anfang der 90er Jahre startete Vogt dann auf seine DJ-Karriere und machte sich zudem an eigene Produktionen. Parallel dazu studierte er Jazz-Piano. Er spielte in diversen Bands. Im Laufe der nächsten Jahre veröffentlichte er zunächst anonym technoide Breaks, dann unter verschiedenen Projektnamen, bis er seiner Musik 2008 schließlich seinen eigenen Namen gab. Seine ersten Veröffentlichungen als Matthias Vogt waren Deep-House-Produktionen auf Labels wie Polytone, Saw Recordings, Large oder Komplex De Deep. Seine erste EP auf Anjunadeep erschien 2015. Seine Arbeit nahm 2022 mit der Veröffentlichung seines Pianissimo-Albums, das er als politisches Projekt beschreibt, eine Wendung. Er nahm die Beats, den Bass und die Breaks weg und ersetzte sie durch langsame Musik, die von Soundbites von Klima-Aktivisten begleitet wird. Sein Album Ten As One auf dem Anjunadeep-Schwesterlabel Reflections entwickelte sich zu einem Album der Erkundung und Zusammenarbeit. Vogt sah die Gelegenheit, mit einigen seiner LieblingskünstlerInnen zusammenzuarbeiten, und tat sich bei einigen Stücken mit Johanna Klein, Hans Berg und Satoshi „Sato“ Tomiie zusammen. Das Ergebnis ist ein Projekt, das sowohl kollaborativ als auch introspektiv ist, wobei jeder Track zwischen den Künstlern hin und her springt, bis sie die perfekte Version gefunden haben. Es folgte sein erster Film-Score, für den Dokumentarfilm „Fritz Bauers Erbe“, der in Deutschland auch einen Kinostart hatte. Als DJ spielt Matthias Vogt regelmäßig in Clubs wie dem Frankfurter Silbergold oder dem Sisyphos in Berlin. Er blickt auf eine bewegte Karriere zurück, die ihm Auftritte auf allen Kontinenten und namhaften Clubs wie Cocoonclub (Frankfurt), Tresor (Berlin), Air (Tokyo), The End (London) oder Cielo (New York) brachte. 2024 veröffentlichte Vogt seine Single.

Katharina Wiedenhofer
Sonja Lautenbacher ist eine finnisch-französische Tänzerin, die derzeit ihr Studium des zeitgenössischen Tanzes an der HfMDK in Frankfurt abschließt. Sie hat in Schweden, Finnland und Deutschland gearbeitet, u.a. mit Norrdans, dem KATOAVA-Kollektiv und dem Tanztheater Katja Erdmann-Rajski. Sie hat eine große Leidenschaft für Improvisation und liebt es, neue Wege der Bewegung und Kreation zu erforschen. Sie möchte den Tanz einem neuen Publikum näher bringen und ist an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen interessiert.
Julia Alsdorf Julia Alsdorf wurde in den Niederlanden geboren und entdeckte schon früh ihre Leidenschaft für den Tanz. Eine sechsjährige Ballettausbildung am Königlichen Konservatorium in Den Haag sowie ein vierjähriges Tanzstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt erweiterten ihr Wissen als zeitgenössische Tänzerin. Heute arbeitet sie freischaffend in vielfältigen künstlerischen und tanzspezifischen Projekten sowie in Produktionen des Staatstheaters Darmstadt und am Mousonturm.

